2. Mörderquote - nun für den ‘Tod der Anderen’: Über 11 Millionen Zuschauer

Ballauf, Schenk, Porno-Peter

Der Kölner Tatort 'Der Tod der Anderen' hat die 11-Millionen-Marke geknackt und beim Marktanteil die 30 Prozent - 11,19 Millionen Zuschauer, MA 30,8 Prozent. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen war der Film mit einem Marktanteil von 24,8 Prozent unangefochten die Nummer eins der Primetime. Abgesehen von den gewissermaßen unschlagbaren Münsteraner Folgen damit der seit drei Jahren erfolgreichste Krimi am ARD-Sonntagabend.  

Mutmaßlich 2021 wird der bereits abgedrehte 2. Kölner Tatort des gleichen Teams hinter den Kulissen ausgestrahlt, 'Die Frau des Mörders', Regie Torsten C. Fischer, Redaktion WDR Götz Bolten, Produzent Bavaria Jan Kruse, Drehbuch Wolfgang Stauch. 

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Premiere am 10. Januar: Tatort ‘Der Tod der Anderen’

Schenk und Mai im Grunde auf dem Weg nach Stockholm

Ein Jubiläum jagt das andere, nach 50 Jahren ARD-Tatort nun der 80. Fall für die Kölner Kommissare Ballauf & Schenk, die Herren Behrendt & Bär. Tatort Der Tod der Anderen - Premiere am Sonntag, 10. Januar, im Ersten zur üblichen Sendezeit, falls kein Corona-Brennpunkt einen Strich durch die Rechnung macht oder einer über sehr hässliche Dinge in den USA. Ein Roadmovie, eine Reise in die deutsch-deutsche Vergangenheit, komprimiert, wie das im Krimi sein muss, ein bisschen aufpassen muss man schon, wer hier alles mit wem, wann und warum. Eine im Grunde Untote, die dann trotzdem stirbt. Aber der Wein vorher war gut. Ein Seemann an der Bar. Braut im Hafen. Stockholm-Syndrom. Dazu ein Taxi in Leipzig. Ein Micha, der mal wieder den Farbfilm vergessen hat. Dann auch das noch: Porno-Peter, Backheld, schöner Jens. Ulrike Krumbiegel, die als Hotelchefin Bettina Mai den (hoffentlich) trockenen Humor so zum Besten gibt, wie er gedacht war. Vor lauter Sarkasmus alles an sich abperlen lässt, bis ihr Schutzschild doch löchrig wird, was ihr vielleicht sogar gut tut. Ein Politiker, der etwas Unglaubliches tut: einen Fehler einzugestehen. Englischer Nebel. Zwei Ermittler, die selten so uneins miteinander waren. Eine tolle Crew, die hinter der Kamera mit viel Freude als Team gearbeitet hat: Torsten C. Fischer (Regie), Theo Bierkens (Kamera), Jan Kruse (Produzent, Bavaria), Götz Bolten (Redakteur, WDR). Ein kurzes Interview mit Wolfgang Stauch in der WDR-Presselounge:

Wer ist Opfer, wer ist Täter: Das bleibt in diesem Tatort lange unklar. Lässt sich der Titel des Films „Der Tod der Anderen“ so lesen, dass immer die anderen schuld sind?
„Eigentlich war für mich der Tod der Anderen immer der Tod von Menschen, mit denen die Täter nicht unmittelbar konfrontiert werden. Und dennoch die Folge eigener Handlungen mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Leichen weit weg sind, räumlich, zeitlich, und sich Schuld dadurch viel leichter verdrängen lässt. In diesem Krimi steht eine Leiche, oder Untote, aber auf und macht sich auf den Weg zu ihren mutmaßlichen Mördern. Und zum Prozess der Verdrängung gehört für mich hier auch ganz stark die Frage, ob man nun Opfer der Umstände wurde oder selbst zu den Umständen gehörte, deren Opfer man geworden zu sein glaubt.“
Ballauf und Schenk müssen unfreiwillig getrennte Wege gehen. Warum war es wichtig für die Geschichte, dass die Kommissare dieses Mal nicht gemeinsam ermitteln können?
„Ich habe gezielt nach einer Geschichte gesucht, in der genau das möglich ist, das stand von Anfang an als erster Punkt auf der To-Do-Liste: Die beiden eben nicht im Doppelpack auftreten zu lassen, sondern eigenständiger, unharmonischer, in der Krise. Das kann man nicht immer machen, aber ab und zu tut es diesem Ermittler-Paar, das sich besser kennt als Schenk seine Frau, vielleicht auch ganz gut.“

Auszug aus einigen bereits erschienenen Kritiken, aber nur aus den guten, ein Krimiautor weiß, dass man sich nicht selbst beschuldigen muss: „Sarkastisch, suggestiv, aufwühlend. (...) Autor Wolfgang Stauch und Regisseur Torsten C. Fischer vermeiden sämtliche öffentlich-rechtliche Geschichtsdidaktik. (...) Im Zentrum aber steht die heutige Hotelmanagerin und frühere Prostituierte Mai, die Darstellerin Krumbiegel in einem sensationellen Balanceakt aus Sarkasmus und Sentiment über die alten Zeiten sprechen lässt.“ (Wertung 9 von 10 Punkten;-) // Christian Buß, Spiegel online - - - „Lohnend ist „Der Tod der Anderen“ aber vor allem durch die von Wolfgang Stauch geschriebenen, eigentlich mehr zu hartgekochten Agenten in Groschenromanen als zu Tatort-Figuren passenden Dialoge zwischen der schlagfertigen Mai und dem nicht minder schlagfertigen Schenk.“ // Matthias Hannemann, FAZ - - - „Viel Spannung, ein wenig Liebe und reichlich Plaste und Elaste aus Schkopau.“ // --- „Gibt’s am Ende eine Wurst vom Büdchen am Rhein gegenüber vom Dom, war’s nicht gut. Deswegen spoilern wir an dieser Stelle schon mal: Es gibt keine Wurst. (...) Die Hoteldirektorin wird übrigens von Ulrike Krumbiegel gespielt. Der kann man sowieso schon gar nicht oft genug huldigen. Sie ist das Herz und der abgründige Humor dieses sehr feinen Falls.“ // Elmar Krekeler, Die Welt --- Christian Sieben, Rheinische Post - - - „Furiose Folge. (…) Besser feiern kann man den runden Fall der Kölner kaum.“ // Maximilian Haase, teleschau – der mediendienst - - - „Nicht nur für Kölner Verhältnisse ein überdurchschnittlich guter Krimi.“ // Tilmann P. Gangloff, Tittelbach.tv - - - „Anschauen? Ja! Einen Glaubwürdigkeits-Preis wird der Film wohl nicht erhalten, ist aber eine spannende deutsch-deutsche Story.“ // Walter M. Straten, Bild.de --- „Glanzrolle für Ulrike Krumbiegel.“ // Joachim Schmitz, Neue Osnabrücker Zeitung - - - „Sehr gelungener Tatort.“ // Stefan Otto, Die Rheinpfalz

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Jahresendabrechnung

Am Ende des Jahres werden so einige Dinge gezählt, unter anderem die Fernsehzuschauer, beziehungsweise die meisten, die gewisse Filme eingeschaltet haben. Der Stuttgarter Tatort 'Du allein' führt die sogenannten Tatort-Hitlisten nicht an, liegt aber, wie man so schön sagt, sehr gut im Rennen: Bei den Online-Abrufen in der Mediathek sogar auf Platz 3, bei den TV-Einschaltquoten auf Rang 4 (nach Marktanteil) oder 5 (nach absoluter Zuschauerzahl), wobei normalerweise die WDR-Tatorte aus Münster und gewöhnlich auch aus Köln gewissermaßen als unschlagbar gelten. 

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Im Dreh: Tatort Köln - ‘Die Frau des Mörders’

Der zweite Streich für die Herren Ballauf und Schenk im nicht ganz selten bespielten Kölner Präsidium: Drehstart für den Tatort „Die Frau des Mörders“ nach einem Buch von Wolgang Stauch, letztlich tritt das gleiche Team an wie vor etwa einem Jahr,  Torsten C. Fischer führt Regie, Jan Kruse von der Bavaria produziert, Redakteur ist Götz Bolten vom WDR. Nur hinter der Kamera steht diesmal Holly Fink. 
Tolle Besetzung, in gewisser Weise auch authentisch besetzt: Das Ex-Schauspieler-Paar Thomas Heinze und Nina Kronjäger spielt das Ex-Schauspieler-Paar Moritz und Caroline Seitz. Der Schauspieler Martin Feifel spielt den alkoholkranken Schauspieler Ole Stark. Nur der ermordete Schauspieler Thore Bärwald (Max Hopp) hat keinen authentischen Bezug zu seiner Rolle, er lebt hoffentlich noch!
Und in etwa erzählen wir alle zusammen folgende Geschichte: „Carolin und Moritz Seitz waren einmal bekannt als erfolgreiches Schauspieler-Ehepaar. Doch heute gilt sie als die Frau eines Mörders: Vor vier Jahren wurde Moritz Seitz verurteilt, den einstigen Theaterstar Bärwald nach einer ausschweifenden Silvesterparty umgebracht zu haben. Jetzt stellt sich Ole Stark der Polizei. Er ist ebenfalls Schauspieler und behauptet, der wahre Mörder zu sein. Neue Ermittlungen kann die Staatsanwaltschaft nicht veranlassen, aber sie gibt Ballauf und Schenk eine Woche Zeit, um herauszufinden, was dran ist an der Geschichte, die ihnen da aufgetischt wird ...“ (Quelle WDR).
(Der erste Streich – „Der Tod der Anderen“ – wird als 80. Kölner Tatort am 10. Januar im Ersten uraufgeführt.)

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Keine 4 Blocks, aber 5 Krimis

Wolfgang Stauch klärt weitere Mordfälle in der gesamten Republik auf: Aufgeklärt und abgedreht ist  „Der Tod der Anderen“, ausgestrahlt wird der von Torsten C. Fischer hervorragend inszenierte Kölner Tatort allerdings erst 2021. Fertig geschrieben und bald gedreht wird ein Mainzer Tatort namens „Blind date“. Regie führt, ab September '20, Ute Wieland. 2020 Corona zum Opfer gefallen und um ein Jahr verschoben wurde der Magdeburger Polizeiruf 110 „Hexen brennen“. Der Dreh soll im Herbst '21 nachgeholt werden. Torsten C. Fischer setzt auch Stauchs zweiten Kölner Tatort ab November '20 in Szene: „Die Frau der Mörders“. In der Entstehungs- und Findungsphase ist außerdem ein weiterer SWR-Tatort aus Stuttgart, er heißt „Die Nacht der Polizisten“ und wird, mit etwas Glück im April nächstens Jahres realisiert. 

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Mörderquote für ‘Du allein’

„Der 25. Fall ist mit 10,49 Millionen der erfolgreichste des SWR Tatort-Teams aus Stuttgart

Der „Tatort – Du allein“ des SWR erreichte gestern Abend (24.5.) um 20:15 Uhr im Ersten 10,49 Millionen Zuschauer und damit einen Marktanteil von 29,2 %. Auch in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen war der Film von Drehbuchautor Wolfgang Stauch und Regisseurin Friederike Jehn der meistgesehene des Tages, 2,60 Millionen sahen zu (Marktanteil 24,5 %). Der 25. Fall des Stuttgarter Teams überrundete in der Zuschauergunst auch den bisher erfolgreichsten des Teams.“ (Quelle: swr.de) 

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Tatort-Stuttgart-Premiere am 24. Mai: Du allein

Stuttgart, Hanglage, Mord No. 2

'Du allein' - eine neue Folge für das Stuttgarter Team, Premiere am 24. Mai zur gewohnten Sendezeit in der ARD. Thorsten Lannert und Sebastian Bootz haben es diesmal mit einer ganzen Reihe von Morden zu tun, verübt vom gleichen Täter, ohne Zusammenhang, zumindest auf den ersten Blick.

„Ein Mord auf offener Straße, eine anonyme Geldforderung, die Androhung weiterer Erschießungen: Wird Stuttgart von einem Heckenschützen erpresst? Die Stuttgarter Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz werden in ihrem 25. Fall von Autor Wolfgang Stauch und Regisseurin Friederike Jehn unter hohen Druck gesetzt, denn der Täter scheint seine Opfer völlig willkürlich auszusuchen, und Eskalation ist jederzeit möglich. Und doch behalten die Kommissare die Zuversicht, hinter den anscheinend zusammenhanglosen Morden ein Muster und ein Motiv finden zu können. (...) „Du allein“ ist eine Produktion des SWR, es spielen u. a. Richy Müller und Felix Klare, Katja Bürkle, Karl Markovic, Maja Beckmann und Isabel Schosnig.“ (Quelle: SWR) 

Aus den allerersten Kritiken: 

„Die besondere Kunst von „Du allein“ (SWR) liegt darin, die Mörderin nicht als Monster darzustellen: Der Krimi bleibt zwar ein Thriller, wandelt sich aber zumindest hintergründig mehr und mehr zum Drama. Bildgestaltung und Musik sind ebenso vorzüglich wie die ausnahmslos sehr guten darstellerischen Leistungen, aber die Basis jedes herausragenden Films ist in der Regel ein außergewöhnlich gutes Drehbuch.“ (Tilmann P. Gangloff, tittelbach.tv)

„Für die Rezensentin ist ein wichtiges Indiz beim Spannungsindikator die Zeit, die vergeht, bis sie zum Handy greift und beim - neudeutsch genannten - „second screening“ landet. Hier war es in 88 Minuten ein einziges Mal, um jemandem mitzuteilen, wie herausragend dieser Krimi ist. (...) Das, was Autor Wolfgang Stauch da auf Stuttgarts Straßen gezaubert hat, ist schlichtweg großartig.“ (Kirsten Ohlwein, mittelhessen.de)

„Wenige Worte genügen: Stark – stärker – Lannert & Bootz!“ - „Was für ein Tatort, super spannend gemacht. (...) Unbedingt gucken!“ (Tatort-Fans.de) 

„Während die Polizei länger im Trüben fischt, wird dem Zuschauer die Identität des Heckenschützen früh enthüllt, auch das Motiv lässt sich bald erahnen. Der Spannung tut das keinen Abbruch. Schon allein, weil man um das Leben des Tabakhändlers Jensch bangt, der ebenfalls auf der Abschussliste steht, aber von Karl Markovics – selbst in kleiner Rolle prägnant wie immer – so liebenswert-melancholisch verkörpert wird, dass man nur das Beste für ihn hoffen kann. Bonus: der tolle Soundtrack. (tv today)

„GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil… Der „Tatort: Du allein“ ist ein großartiger Jubiläumsfall. Ein atemlos getaktetes, sorgfältig austariertes Versteckspiel von Drehbuchautor Wolfgang Stauch, der sich auch einen besonders raffinierten Plot hat einfallen lassen - überraschende Wendungen inbegriffen.“ (Mike Powelz, goldenekamera.de)

„(...) Aber dann hat sich der vom Drehbuchautor Wolfgang Stauch exzellent konstruierte und bis in kleinste Details stimmige Thriller längst in ein tragisches Drama entwickelt.“ (Ernst Corinth, Redaktionsnetzwerk Deutschland)

„(...) aus dem Erpressungsthriller wird eine tragische, kunstvoll erzählte Rachegeschichte. Dichte 90 Minuten (...).“ (Oliver Kinser, rtv)

 

 

 

 

 

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71 Mal Odenthal - Leonessa

Nicht viel los in Oggersheim ...

Am Sonntag, 8. März 2020, geht Lena Odenthal zur gewohnten Sendezeit um 20:15 Uhr nun schon zum 71. Mal für den SWR auf Verbrecherjagd. Wobei der Fokus im Grunde gar nicht allzu sehr darauf liegt, einen Täter zu überführen, sondern in die Parallelwelt der postpubertären Vanessa, Leon und Samir vorzudringen. Eine Welt, die Odenthal mit ihrem Grundglauben an Gut und Böse  bis zum Ende nicht verstehen kann. Würde sie es verstehen, wäre sie schneller, würde sie womöglich ihrer Kollegin, Frau Stern, etwas mehr vertrauen, könnte die Geschichte ein besseres Ende nehmen. Connie Walther hat den Film inszeniert, Redakteur war Ulrich Herrmann.

„Eine Warnung vorab: Der Fall „Leonessa“ geht an die Nieren. Vor einer trostlosen, in graue, kalte Farben getauchten Kulisse versprüht das Sozialdrama eine Hoffnungslosigkeit, die einen frösteln lässt. Oder wütend macht – so wie Lena Odenthal, die sich trotz ihrer Jahrzehnte im Dienst kein bisschen abgebrüht zeigt. Umso stärker wirken im Kontrast dazu die für ihr junges Alter viel zu abgeklärten und desillusionierten Hauptfiguren Vanessa und Leon, ganz großartig gespielt von Lena Urzendowsky und Michelangelo Fortuzzi.(...) Tragisch, drastisch, ganz und gar unversöhnlich“ (TV Today-Tipp)

„Lena Urzendowsky zeigt erneut ihre erstaunliche Bandbreite ihres schauspielerischen Talents. Und auch ihre beiden jungen Kollegen Mohamed Issa und Michelangelo Fortuzzi glänzen als desillusionierte und von der Welt enttäuschte Jugendliche. Kalte Farben, kalte Herzen und viel kalte Momente - dieser Fall bedrückt und macht tieftraurig angesichts der ausweglosen Situation der Jugendlichen. “ (Goldene Kamera, TV-Tipp)

„Sehenswert ist „Leonessa“ vor allem wegen des Titelpaars. Michelangelo Fortuzzi verkörpert den fatalistischen Leon konsequent nach dem Motto „Verschwende deine Jugend“. Noch eindrucksvoller ist Lena Urzendowsky, die dank blondiertem Bubikopf im Vergleich zu ihren ähnlich einprägsamen Auftritten in „Der große Rudolph“, zwei Usedom-Krimis und vor allem „Das weiße Kaninchen“ kaum wiederzuerkennen ist. Regisseurin Connie Walther steht ohnehin für exzellente Leistungen ihrer Darsteller.“ (Tilmann P. Gangloff, Tittelbach.tv) 

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